Studie: So zufrieden sind deutsche Arbeitnehmer mit Job, Technik und Karriere

Die "Future Workforce Studie 2016" von Dell und Intel zeigt, dass deutsche Arbeitnehmer Ihren Arbeitsplatz schätzen und die zukünftige Entwicklung deutlich anders sehen als andere Mitarbeiter in Europa und der Welt. Die Studie hatte mehr als 3.800 Mitarbeiter weltweit befragt, wie sie zukünftige Formen der Kommunikation, Entwicklungen des Arbeitsplatzes und ihre Produktivität in der Zukunft einschätzen. Für Unternehmer sind die Ergebnisse ein deutlicher Fingerzeig.

Wer für sein Unternehmen Fachkräfte sucht, hat es heute schwer: Der Arbeitsmarkt ist aktuell ein Arbeitnehmermarkt. Der Wettstreit um die besten Talente ist in vollem Gange. Wer hier erfolgreich sein will, muss wissen, was junge Arbeitnehmer schätzen oder auch hassen, und was sie für ihre Zukunft am Arbeitsplatz erwarten.

Dell und Intel haben deshalb in 10 führenden Industrieländern der Welt 3.800 Mitarbeiter befragt. 2.050 davon waren männlich, gut ein Drittel zwischen 18 und 34 Jahre alt (die Generation Y). In Deutschland haben 400 Personen teilgenommen.

Überraschend ist, dass 89% aller deutschen Arbeitnehmer sehr zufrieden mit ihrer Arbeit sind. Home-Office-Mitarbeiter sogar noch mehr. Die größten Unzufriedenheitsfaktoren sind dagegen schlechte Bezahlung und mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten.

Relativ konservativ ist die Einschätzung, wohin sich die Kommunikation entwickeln wird: Direkt von Angesicht zu Angesicht oder remote per Telefon und Video-Konferenz? Im Gegensatz zur Mehrheit in Indien und China glauben 51% der Deutschen, dass direkte zwischenmenschliche Kommunikation unverzichtbar ist und sich nicht durch Technik ersetzen lässt. 88% finden sie sogar essenziell für eine produktive Arbeit.

Aber diese Zahlen sind kein Grund zur Entwarnung. Bei jungen Leuten – auch in Deutschland – verschieben sich die Prioritäten deutlich. Danach gefragt, wie wichtig die Technologie am Arbeitsplatz bei der Entscheidung für einen bestimmten Job ist, spielt die Technik eine wichtige Rolle. Bei 67% der Befragten beeinflusst es die Entscheidung, für 17% ist es besonders wichtig. Für die Generation Y liegen die Werte noch höher, insgesamt 78% ist die Technik wichtig, wenn es darum geht, sich für ein Unternehmen zu entscheiden.

Stimmt die Technik nicht, ist das sogar ein Kündigungsgrund: Das bestätigen 15% der über 35-Jährigen, bei den Jüngeren sind es sogar 31%. Und diese Gefahr ist real: Knapp die Hälfte (47%) gab an, dass ihre Technik am Arbeitsplatz weniger oft modernisiert wird als bei anderen Firmen. Gerade in Deutschland ist dabei die technische Ausstattung zu Hause wesentlich besser als am Arbeitsplatz: 50% bestätigen das. Im Vergleich zu Frankreich werden Video-Telefonie und Smartphones aber deutlich weniger für die Arbeit genutzt.

Die Future Workforce Studie von Dell und Intel beinhaltet darüber hinaus noch viele wichtige Erkenntnisse, die besonders für Unternehmen relevant sind, die regelmäßig neue Mitarbeiter einstellen und die Fluktuation begrenzen möchten.

Hier können Sie diese Studie kostenlos herunterladen.

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